News / Presse 2010

14.09.2010 - Presse
Vom Studenten zum Entwickler

Matthias Jungbeck hat frisch von der Uni eine Anstellung bei einer am Gründercampus ansässigen Firma erhalten

Von Daniela Albrecht

Teisnach. Vor wenigen Wochen hat Matthias Jungbeck seine Diplomarbeit abgegeben und damit den Schlusspunkt unter sein Studium gesetzt, heute hat er seinen ersten Arbeitstag als Entwickler bei der Firma ZVK. Sein Arbeitsplatz ist aber nicht am Stammsitz des Herstellers von Glasfaser- und Kupferverbindungskabeln für Netzwerke in Viechtach, sondern auf dem Gründercampus in Teisnach. Das Unternehmen hat kürzlich seine Entwicklungsabteilung in die Halle 2 des Gründercampus ausgelagert und dafür einen Elektrotechniker oder -ingenieur gesucht, aber zunächst niemanden Passenden gefunden. „Wir haben zwar Bewerbungen erhalten, aber der oder die Richtige war nicht dabei“, berichtet ZVK-Geschäftsführer Joachim Zellner. Doch dann hat Kommissar Zufall nachgeholfen.

--Bei Tagung ins Gespräch gekommen--

Während der letzten Monate seiner Studienzeit an der FH in Deggendorf hat Matthias Jungbeck am Technologietransferzentrum in Teisnach gearbeitet. Betreut von Professor Dr. Werner Bogner und Johannes Jakob schrieb er seine Diplomarbeit über ein Projekt der Firma Rohde & Schwarz zum Thema „Simulation und Optimierung von planaren Leitungsübergängen“. Auf einer von Rohde-&-Schwarz veranstalteten Fachtagung zum Thema „Leiterplatten“ auf dem Campus kam der 24-Jährige mit Joachim Zellner ins Gespräch. Dieser erzählte, dass seine Firma einen Entwickler für Hochfrequenz optimierte Leiterplatten suche. Jungbeck berichtete, dass er bald mit seinem Studium fertig und gerade auf Jobsuche sei. Drei Bewerbungen hat der Ruhmannsfeldener insgesamt geschrieben und zwei Zusagen erhalten. Letztlich entschied er sich für die ZVK GmbH. Die Chemie zwischen Jungbeck und seinem künftigen Chef und Entwicklerkollegen Joachim Zellner stimmte auf Anhieb.
Mit der Stelle bei der ZVK GmbH hat sich für Matthias Jungbeck ein großer Traum erfüllt. Der 24-Jährige kann in der Region bleiben, muss für den Job nicht weg nach München oder Nürnberg. „Das hat enorme Vorteile“, findet der Fußball begeisterte junge Mann, weil er dann auch weiterhin beim FC Kaikenried aktiv sein könne. Jungbeck hat nach der Mittleren Reife an der Staatlichen Realschule in Viechtach, bei der Firma Rohde&Schwarz in Teisnach eine Ausbildung zum Industriemechaniker und anschließend an der Berufsoberschule in Deggendorf das Fachabitur gemacht. Auch in der Folgezeit ist er seiner Heimat treu geblieben, hat an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Elektrotechnik mit den Fachrichtungen Nachrichtentechnik und Automatisierungstechnik studiert. „Ich wollte unbedingt in Richtung Nachrichtentechnik gehen und in diesem Bereich eine Anstellung finden“, erklärt der 24-Jährige. Dabei sei ihm schon auch klar gewesen, dass er dafür weggehen müsse, falls er in der Region keinen Job bekommen würde. Doch es kam anders. Durch die Ansiedlung in Teisnach erhofften sich die am Campus angesiedelten Firmen neue Impulse für die eigene Arbeit, die Chance auf Kooperationen mit anderen Unternehmen und die Akquise von Nachwuchskräften. Ziel war es von Anfang an, dass die Unternehmen durch das Technologietransferzentrum Kontakte knüpfen können zu den Studenten, die möglicherweise als Praktikanten, Werkstudenten oder Diplomanden bei den Firmen anfangen.

--Erwartungen an FH haben sich erfüllt--

Auch ZVK-Geschäftsführer Joachim Zellner war von Anfang an von der Idee, die FH-Außenstelle in Teisnach anzusiedeln, begeistert. Er hoffte dadurch, Spezialisten in den Bayerischen Wald zu locken und fertige Akademiker hier zu halten. Dieser Wunsch ist nun in Erfüllung gegangen. „Die FH-Außenstelle ist eine Begegnungsstätte, sie hat genau die Erwartungen erfüllt, die ich als Unternehmer an sie gestellt habe“, betont Zellner. Doch nicht für sich und seine Firma freut sich der ZVK-Geschäftsführer, sondern auch für seinen neuen Mitarbeiter. „Wir haben jemanden aus der Region gefunden, der hier verwurzelt ist und der durch uns eine Perspektive für die Zukunft geboten bekommt“, sagt der Unternehmer. Matthias Jungbeck war für Zellner aber auch in anderer Hinsicht der perfekte Mann für den Posten des Entwicklers. „Matthias weiß, dass Entwicklung mehr ist als Theorie. Was wir erfinden, muss sich später in der Praxis bewähren. Matthias hat selbst schon mal in der Fertigung gearbeitet. Er ist also vorgeprägt und das ist für uns ein ganz großer Vorteil“, lobt der Chef seinen neuen Mitarbeiter. Dieser soll nicht der letzte Neuzugang in der Entwicklungsabteilung der ZVK GmbH gewesen sein. Wenn weiter alles glatt läuft und die Auftragslage es erlaubt, kann sich Joachim Zellner vorstellen, die Entwicklungsabteilung bald weiter zu verstärken, am liebsten mit einem weiteren Studenten der Hochschule Deggendorf.

Quelle: Daniela Albrecht/Passauer Neu Presse

30.10.2008 - Presseinfo
Harting beteiligt sich an der Zellner GmbH

Espelkamp und Viechtach, 30. Oktober 2008

Die HARTING Technologiegruppe, Espelkamp, und die Zellner GmbH mit Sitz im Bayerischen Viechtach kooperieren seit mehreren Jahren erfolgreich im Bereich der passiven strukturierten Verkabelung. Beide Unternehmen haben sich entschlossen, die Zusammenarbeit in Zukunft noch weiter zu intensivieren. Dazu hat die HARTING Technologiegruppe im Oktober 2008 eine qualifizierte Beteiligung an der Zellner GmbH erworben.

Ziel der engen Kooperation beider Unternehmen ist es, eine langfristige gemeinsame Strategie zu implementieren und die Aktivitäten insbesondere auf dem Sektor der ITVerkabelung im industriellen Umfeld konsequent auszuweiten.

Zu den Unternehmen:
Die HARTING Technologiegruppe entwickelt, fertigt und vermarktet elektrische und elektronische Steckverbinder, Netzwerkkomponenten und konfektionierte Systemkabel zur Vernetzung und Versorgung von Maschinen und Anlagen mit Energie, Signal und Daten.
Die Zellner GmbH verfügt über hervorragende Kompetenzen im Bereich der Kabelkonfektion, Entwicklung und Gerätebau, Metallverarbeitung und im Formenbau. Das Unternehmen bietet konfektionierte Kupfer- und Lichtwellenleiterkabel, komplexe Verkabelungssätze für Übertragungstechnische Netzwerke sowie passive Netzwerkkomponenten an.